USA

Pioche, Nevada ©geristocker.chDie legendären Neunziger und die nulligen Nuller sahen Auftritte sonder Zahl in der Neuen Welt (Übersicht s. unten auf der Seite). Mittlerweile existieren die meisten Goethe-Institute nicht mehr, es fehlt das Geld, von deutscher wie von amerikanischer Seite, und, let’s face it, die deutsche Sprache ist in der Neuen Welt ohnehin nicht mehr so cool wie auch schon. Deshalb sind derzeit keine Trips in die USA geplant.

Aber ein Eisenbahnprojekt geistert immer noch durch die Hirnwindungen, vielleicht wird ja 2013 etwas daraus. Bis dahin muss man sich mit dem guten, alten „armchair travel“ trösten. In zahlreichen Sendungen auf WDR 5 konnte man mit T.C.B. – T.C. ist übrigens kein Kürzel, dass sich von Mr. Boyle ableitet, mit dem sich ohnehin keiner messen kann, sondern vom Hubschrauberpiloten T.C. bei „Magnum“, auch wenn die Verbindung sich nicht auf den ersten Blick erschliesst, selbst Mr Breuer nicht, auf WDR 5 konnte man in der „SpielArt“ (So 16:05h) oder „Streng öffentlich“ (So 20:05h) mit T.C.B. in monothematischen Sendungen u.a. nach San Francisco, New York, die Florida Keys, Savannah, Texas und den Mississippi hinunter reisen.

Und dann ist da ja noch das Projekt „Der Milde Westen“ mit der formidablen Tex-Mex-Kapelle „Los Santos“  – siehe hierzu auf dieser Website oder unter www.los-santos.eu

Und weil in diesem Jahr in den USA gewählt wird, hier noch eine Reisewarnung – meiden Sie diesen Mann – an Mitt Romney kommen wir wohl nicht vorbei. Wer aber ist dieser Mann?
Geboren  in Detroit, Michigan 1947 – im chinesischen Kalender das Jahr der Heuschrecke. Romney ist Mormone. In den Sechzigern tritt er für zwei Jahre eine Missionarsstellung für die Church of the Latte Day Saints in Frankreich an. Falls es demnächst an der Haustür klingelt und es stehen zwei Mormonen vor der Tür – schauen Sie genau hin – da könnte ein späterer Präsident der Vereinigten Staaten dabei sein.
1969 gegen halb elf heiratet er seine spätere Frau Ann Lois Davies. Bemerkenswert übrigens, auf welche Art er sie vor Publikum küsst.
Anfang der Achtziger absolviert er ein Fernstudium der Spontaneität an der Universität Nebraska.
1983 gründet er sein erstes Finanzunternehmen Bain Capital Punishment. Er spezialisiert sich auf die profitable Zerschlagung von Unternehmen. Wahlspruch: „Nur der Plünderer lebt gesünderer!“ Im Halsumdrehen schafft er 100.000 Jobs – Psychologen, Betreuer, Sozialarbeiter und Sarghersteller für das Heer der Arbeitslosen, das seine Firma zu verantworten hat.
1999 organisiert er eigenhändig die Olympischen Spiele von Salt Lake City. Dank des grossen Erfolges konvertiert der gesamte Staat Utah zu den Mormonen.
Im Jahr 2002 wird er Gouverneur des Staates Massachusetts, tritt aber 2006 nicht mehr an, weil er den Namen Massachusetts kaum aussprechen kann.
2007 – im chinesischen Jahr des Wendehalses – bemüht er sich schon einmal um eine Kandidatur bei den Republikanern. Mitt Romney lässt sich in Anlehnung an sein grosses Vorbild aus Dallas M.R. nennen, scheitert aber trotzdem, obwohl sein Vermögen damals schon auf mindestens 250 Millionen Dollar geschätzt wird. Sein Unvermögen liegt anscheinend noch höher.

Will sich vier Jahr später erneut an die Spitze der Occupy-White-House-Bewegung setzen. Um 2012 – im chinesischen Jahr des Drachen – mehr Erfolg zu haben, lässt er sich von den Machern der Präsidentenköpfe am Mt. Rushmore ein neues Gesicht meisseln. Zumindest sieht er jetzt schon einmal aus wie ein Präsidentendarsteller. Seine Berater verpassen ihm ein neues Image: Unnahbarkeit zum Anfassen.

Seine Erfolgsausichten sind blendend, weil er als Multi-Tasker in der Lage ist, mehrere Standpunkte gleichzeitig zu vertreten. Das macht es für Obama schwerer, obwohl er diese Disziplin auch beherrscht. Romney aber ist ein Meister darin.

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Hier die Übersicht über die Auftritte in den USA:
GI = Goethe-Institut

1988 GI San Francisco

1990 GI San Francisco CA, UoW Seattle WA, GI Chicago IL, GI San José/ Costa Rica

1991 UC Cincinnati, GI St.Louis, UM Fulton MO, Deutscher Club Minneapolis, MN

1992 GI Vancouver B.C., UMO Kansas City MO, Washington U St.Louis, Central States Conf. Dearborn MI, GI Atlanta GA, UK Lexington KY, GI Cincinnati

1993 GI Chicago IL, Germ.Teachers Conf. Traverse City MI, UMO Kansas City MO, UK at Lawrence KS, GI St. Louis MO, UO at Miami OH, Germ. Teachers Conf. Clarksville IN

1996 GI Cincinnati OH, Germ.Teachers Conf. East Lansing MI, GI Toronto ON, Schulverein Boylston MA, Mt. Holyoak College South Hadley  MA, GI Montréal P.Q.

1998 Deutsche Schule Potomac MD, Central States Conf. Milwaukee WI, GI Boston MA, College Amherst MA, GI Ottawa ON, USD at Vermillion SD, U Middlebury VT, Dtsch. Konsulat New York City NY, Deutsche Schule White Plains, NY

1999 West Valley College Saratoga, CA. Deutsche Schule Potomac MD, University of Cincinnati OH, Hemline U St. Paul MN, Webster U St. Louis MO, University of Wisconsin Milwaukee, Goethe-Institut, Montréal, P.Q., Goethe-Insti­tut Toronto, Ont., Amherst College Amherst, MA, Memorial U St. John’s, Nfl., UoPEI, ACTG Charlottetown, PEI, St.Mary’s U Halifax, N.S.

2000 U Middlebury VT, German Cultural Center St. Louis MO, Detroit Wayne U

2002 German Cultural Center St. Louis MO, Hemline U St. Paul MN,

2007 Houston TX, Alamogordo NM, Los Angeles CA, San Francisco CA, Saratoga CA

2011 GI Montreal QU, GI Ottawa ON, Conference Fredericton NB

© Thomas C. Breuer Rottweil
21.7.2012 - 18:00